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Mit einem tight-aggressiven Spielstil kommt man beim Texas Hold’em zu Geld.

Der tight-Aggressive Stil ist eine Gewinnstrategie die bei allen Arten des Pokers, ähnlich wie auch beim Black Jack funktioniert. Doch wie definiert man tight-aggresive? Tight bedeutet, weniger Hände zu spielen, als die Mehrzahl der Gegner, es ist also wichtig, nur dann einzusteigen, wenn bereits die Starthand gut ist. „Gut“ ist natürlich relativ, in manchen Situationen erweist sich eine eigentlich gute Hand als schwach und umgekehrt. Im Laufe dieses Buches wird gezeigt, wie man verschiedene Situationen deutet und erkennt, welche Hand in einer bestimmten Situation von Vorteil ist und welche nicht. Aggressiv bedeutet, dass nach dem Entschluss eine Hand zu spielen, dies konsequent durchgezogen wird: Der Schwerpunkt liegt dann auf Betting, Raising und Check-Raising - Checking und Calling alleine reicht in der Regel nicht aus. Zwar ist dies manchmal die richtige Strategie (später wird erläutert werden, wann das der Fall ist), ist aber eher die Ausnahme.
Inwieweit die World Poker Tour das Pokerspielen beeinflusst hat Ein Nebeneffekt der Beliebtheit der World Poker Tour (WPT) in der jüngsten Vergangenheit ist, dass eine neue Generation von Pokerspielern daraus erwachsen ist. Wenn Sie die Show mit dem Ziel verfolgt zu lernen, wie man zum Weltklasse-Pokerspieler wird, könnte es ein böses Erwachen geben, sobald Sie tatsächlich einmal selbst spielen. Versucht man, Pokerspielen durch das Ansehen der Show zu erlernen, so tauchen zahlreiche Probleme auf. Zuallererst muss man sich darüber im Klaren sein, dass man auf dem Bildschirm eine andere Art des Pokerspiels verfolgt. Es sieht zwar gleich aus – die Spieler es gibt genauso Blinds, Flops, Turns und Rivers, doch das sind auch schon alle Gemeinsamkeiten. Die im Fernsehen gezeigten Spiele sind Teil eines No-Limit Turnieres, die Blinds sind hoch, es nehmen nur wenige Spieler teil und die Kameras rücken immer die besonders interessante Hand in den Mittelpunkt. Dieses Buch widmet sich der der Limit hold’em-Variante, einer ganz anderen Spielart des Pokers. Wenn man in einem echten Kasino oder auch online spielt, sind die Blinds vergleichsweise niedrig (es sei den, man nimmt an einem Turnier teil). Loose-agressiver Stil schein bei den WPTs eine erfolgreiche Wahl zu sein. Die Spieler dort greifen selbst mit denkbar schlechten Karten an. Sollten Sie der Ansicht sein, es sei besser mit solchen Karten auszusteigen, so haben sie Recht, denn wie gesagt, solche Turniere finden unter ganz anderen Umständen statt. Neulinge, die das Pokerspielen durch solche Fernsehübertragungen gelernt haben, laufen Gefahr den dort gezeigten Spielstil zu übernehmen, was fast zwangsweise zum Verlieren führt. Überlegenheit durch tight-aggressiven Stil. Wie also soll einem der tight-aggressive Stil zum Sieg verhelfen? Da Sie ja weniger Hände spielen, als die Mehrzahl Ihrer Gegner ist zu erwarten, dass Ihre Starthand in aller Regel höher ist, als die Ihrer Mitspieler, womit wiederum die Wahrscheinlichkeit steigt, dass Sie mit der besten Hand den Showdown erreichen. Da Bluffen in dieser Spielvariante kaum möglich ist, ist dies eine sehr Erfolg versprechende Strategie. Dieses Buch wird Ihnen zeigen, welche Hand es wert ist, gespielt zu werden und welche nicht. Durch das aggressive Spielen mit guten Karten können Sie maximale Gewinne erzielen. Wenn Ihre Gegner im Spiel bleiben, obwohl deren Karten schlechter sind, versuchen Sie, so viel herauszuschlagen wie möglich! Ein weiterer wichtiger Vorteil der aggressiven Spielstrategie ist, dass Sie auch einige Pots dadurch gewinnen, dass Sie ihre Gegner so weit kriegen aus dem Spiel auszusteigen, obwohl deren Karten den Ihren eigentlich überlegen gewesen wären. Dies werden Sie durch Checking und Calling nie erreichen. |