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Beachtung der Pot-Odds PDF Drucken E-mail
Verlieren Sie die Pot-Odds nie aus den Augen.

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Die Pot-Odds, also Pot-Chancen zu beobachten ist ein weiteres wichtiges Pokerkonzept und bedeutet nichts anderes als den Einfluss den das Geld im Pot auf Ihre –Entscheidung nimmt, wenn es darum geht zu spielen oder auszusteigen.

Hier ein Beispiel, um das Konzept der Pot-Odds zu erklären: Nehmen Sie an, Sie hätten K-Q auf der Hand und einen Flop mit 3-T-J. Eine 9 oder ein As würde Ihnen also zu einem Nut Straight verhelfen, ein König oder eine Dame zu einem Paar. Um die Pot-Chancen zu bestimmen müssen Sie nun das Folgende wissen:

● wie viel Geld im Pot ist
● wie viel es Sie kosten wird, im Spiel zu bleiben
● wie groß Ihre Chancen auf die beste Hand sind

Sagen wir zum Beispiel, es sind 100€ im Pot und es kostet Sie 10€ ein Gebot zu halten. Nehmen wir der Einfachheit halber außerdem an, dass nur die nächste Karte entscheidend ist und Sie nur mit einem Straight gewinnen.

Die Wahrscheinlichkeit für die beste Hand errechnet sich aus dem Verhältnis zwischen den Karten die Ihnen zum Straight verhelfen und denen die dies nicht tun (diese Karten nennt man Blanks). In diesem Fall wäre das Verhältnis 39 zu 8 – von den 47 verbleibenden Karten wären 39 Blanks, wohingegen mit 8 Karten (die vier Neunen und vier Asse) ein Straight gebildet werden könnte. Das Verhältnis könnte ebenso gut als Bruch mit 8/47, bzw. 1 aus 6 dargestellt werden. (Diese Darstellung wird Chances genannt.)

Odds beziehen sich auf die Unwahrscheinlichkeit eines Ereignisses und werden als Verhältnis dargestellt, Chances hingegen beziehen sich auf die Wahrscheinlichkeit und werden durch einen Bruch verdeutlicht (siehe oben).

Wie aber nutzt man nun diese Wahrscheinlichkeiten? Es wäre falsch, automatisch mitzugehen, nur weil Ihnen bloß noch eine Karte zum Straight fehlt. Sie müssen sichergehen, dass der Pot Ihnen angemessene Pot-Odds, also einen angemessenen Preis bietet.
Der Preis kann sowohl als Verhältnis (in diesem Fall 100 zu 10), wie auch als Bruch (10/100) angezeigt werden. In anderen Worten sind Ihre Pot-Odds 10 zu 1, was bedeutet dass solange Sie Ihre Hand öfters als einmal in 11 Fällen spielen, Ihre Chancen gut stehen. Mit den oben genannten Karten und den Chances von 1 aus 6 ist Mitgehen also die richtige Entscheidung.

Wie viel Mathematik ist nötig?

Muss man also ein Mathe-Genie sein um Hold’em zu spielen? Absolut nicht! Poker ist ein Spiel für das man logisches Denken benötigt und auch wenn es sicherlich beeindruckend ist, komplizierte mathematische Gleichungen im Kopf lösen zu können, wird es hier wahrscheinlich nicht von Großem Nutzen sein.

Sie sollten allerdings gut über Odds und Wahrscheinlichkeiten bescheid wissen. Fehlt Ihnen dieses Wissen, könnte das darin resultieren, dass Sie mitgehen, obwohl es besser wäre auszusteigen, oder umgekehrt. Ob Sie die Wahrscheinlichkeiten von Fall zu Fall ausrechnen, oder entsprechende Tabellen auswendig lernen, bleibt Ihnen überlassen.

In vielen Fällen ist es eindeutig sinnvoll, im Spiel zu bleiben. Brauchen Sie beispielsweise eine Karte für den Flush und müssen 10€ in eine Pot zahlen, der bereits 300€ enthält, so bietet der Pot Ihnen ein Verhältnis von 30 zu 1 und die Odds gegen Ihre Hand sind lediglich 38 zu 9 (also ein wenig schlechter als 4 zu 1). In dieser Situation geschieht die Entscheidung weiterzuspielen nahezu automatisch.
Oftmals aber ist es fraglich ob der Pot genug bietet und die Karten gut genug sind, so dass rein mathematisch ein Gleichstand der Wahrscheinlichkeiten entsteht. Erfahrene Pokerspieler nutzen in solchen Situationen zusätzliche Faktoren, um Ihre Hand zu analysiere

Linktipp zum Thema - Englisch.

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