| Von der Big Blind-Position aus erhöhen ? |
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Es ist unklug zu oft von der Big Blind-Position aus zu erhöhen.
Wenn Sie von der Big Blind-Position aus erhöhen, sollten Sie das nur aus einem einzigen Grund machen: um mehr Geld in den Pot zu bekommen. Spieler eliminieren können Sie so nämlich nicht, da all diejenigen, die schon einmal mitgegangen sind, dies sicherlich auch noch ein zweites Mal tun werden. Außerdem spielen Sie die gesamte Runde insofern auf einer nachteiligen Position, als dass Sie weniger oft mit einer recht anständigen Hand Value Bets (Einsatz mit dem Ziel, dass mehrere Spieler mit schwächeren Händen mitgehen) machen können als von einer frühen Position aus. Die Konsequenz daraus sollte für Sie sein, dass Sie von der Big Blind-Position aus nur mit absolut erstklassigen Händen erhöhen. Wenn Sie gegen mehrere Mitspieler spielen, die mit dem bisherigen Gebot mitgegangen sind, eignen sich nur A-A oder K-K zum Erhöhen. Zwar ist es okay, auch mit A-K gleicher Farbe zu erhöhen, Sie sollten aber darauf achten, ob Sie mit dem Flop ein Paar oder einen Flush bilden können und gegebenenfalls weitergeben oder aussteigen.Spielen Sie gegen nur einen oder zwei Limper, gibt es noch ein paar Hände mehr, mit denen Sie erhöhen können, wie etwa Q-Q, J-J und A-K. Der Grund hierfür ist, das mit nur wenigen Gegnern Ihre Chance steigt, dass Ihr Paar dominiert, falls eine der Flopkarten eine Overcard ist, also höher als Ihr Paar ist und Sie mit Ihrer Erhöhung den Pot anführen. Nehmen wir einmal an, Sie haben Q-Q in einem Dreier-Pot und entscheiden, nicht zu erhöhen. Der Flop ist K-9-7. Wenn Sie weitergeben, wird der nächste Spieler vermutlich erhöhen, ganz egal, ob er einen König auf der Hand hält, denn er deutet Ihr Weitergeben als Schwäche und wird nun versuchen, den Pot zu gewinnen. Sie befinden sich nun in einer unsicheren Position, was vermeidbar gewesen wäre, wenn Sie erst vor dem Flop und dann auf den Flop gewettet hätten. Das Selbe gilt für A-K in einem Dreier-Pot. Wenn Sie gerade Ihre Big Blind-Option vertan haben und jetzt einen Pot mit 2-7-8 sehen, wird Ihr erster Gedanke wohl sein weiterzugeben. Wenn Sie aber vor dem Flop erhöhen, schaffen Sie so einen Pot, für den es wert ist, ein Risiko einzugehen. Sofern Ihre Gegner mit dem Flop kein Paar bilden können, werden sie nun in Bedrängnis kommen, wenn sie mit Ihnen mitgehen sollen. Die Empfehlung, von der Big Blind-Position aus mit Q-Q nicht zu erhöhen, wenn schon mehrere Spieler den bisherigen Einsatz erbracht haben, scheint auf den ersten Blick im Gegensatz zu dem hier gegebenen Ratschlag zu stehen. Das muss aber nicht unbedingt zutreffen. Sie verzögern dadurch nämlich lediglich den Moment, indem Sie entschlossener handeln. Mit vier oder fünf Spielern, die bereits mitgegangen sind ist es recht wahrscheinlich, dass zumindest ein Gegner ein Ass hält und ein weiterer einen König. Warum also nicht den Flop abwarten, bevor Sie noch mehr Geld in den Pot zahlen? Schließlich können Sie Ihre Hand nicht schützen, da ja alle A-x und K-10 Hände schon im Pot sind und den Pot sehen werden. Wenn der Flop nun eine Overcard bringt, können Sie weitergeben, das nach Ihnen folgende Spiel beobachten und erst dann feststellen, ob Ihre Hand geschlagen wird. Mit einem guten Flop, wie beispielsweise 2-4-10 können Sie Ihre Gegner überraschen. Entweder Sie überbieten Ihre Gegner, oder Sie entscheiden sich für ein Check-Raise, geben also vorerst weiter, in der Erwartung, dass ein anderer Spieler ein bietet und Sie dann selbst ein erhöhen können. In jedem Fall können Sie zusätzliche Gebote hinzugewinnen, da Ihre Gegner Ihre Hand in dieser Situation vermutlich unterschätzen. Sie können also entweder das Geld, das Sie in den Pot gezahlt haben wieder reinholen, oder Geld sparen, indem Sie rechtzeitig aussteigen. Linktipp: Poker |








