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Gelegentlich können Sie auch von der Big Blind-Position aus einen Spieler auf später Position überbieten.

Obwohl es normalerweise ratsam ist, mit dem Big Blind nur mitzugehen (da Erhöhen meist keinen Ihrer Gegner ausschalten, also lediglich Mitgehen eine Möglichkeit bietet, Ihren Mitspielern über die Stärke Ihrer Hand in die Irre zu führen), gibt es einige Situationen, in denen Erhöhen die richtige Strategie ist. Vergessen Sie aber nicht, dass kleine und große Blinds sehr unterschiedlich sind. Wenn Sie sich auf der Small Blind-Position befinden, ist einer der Hauptgründe, warum Sie gegen einen Spieler auf später Position erhöhen sollten, das Ziel, den Big Blind auszuschalten. Ohne diese Möglichkeit sollten Sie von der Big Blind-Position aus seltener erhöhen, als von der Small Blind-Position.

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Wenn Sie von der Big Blind-Position aus erhöhen, können Sie die Kontrolle über den Pot gewinnen. Wie hier gezeigt, gewinnen oftmals die Spieler den Pot, die nach dem Flop in Führung liegen, falls der Flop keinem der verbleibenden Spieler nutzt. In der Regel ist es so, dass derjenige Spieler, der als letztes vor dem Flop bietet, keinen Gedanken daran verschwendet, welche Karten gleich aufgedeckt werden und so die Entscheidung auf die anderen Spieler abschiebt, ob es sinnvoller ist mitzugehen oder auszusteigen.

Nehmen Sie beispielsweise an, Sie befinden sich auf der Big Blind-Position, halten K-Q unterschiedlicher Farbe auf der Hand und der Spieler auf der Button-Position (ein loose-aggressiver Spieler) erhöht. Natürlich sollten Sie in dieser Situation zumindest mitgehen, denn besagter Spieler könnte eine ganze Reihe von Karten auf der Hand haben, wovon Sie die meisten überbieten können. Angenommen, Sie gehen mit und der Flop wird mit 9-6-6 aufgedeckt. Ihnen hilft das nicht weiter. Es scheint also ratsam, nur abzuwarten und auszusteigen oder vielleicht einmal mitzugehen und darauf zu hoffen, dass noch ein König oder eine Dame aufgedeckt wird. Was aber, wenn Sie schon vor dem Flop erhöht haben? Der genannte Flop nutzt Ihrem Gegner wahrscheinlich auch nicht. Ihr Erhöhen und ein weiteres Gebot auf dem Flop hätten Ihnen möglicherweise den Pot gebracht. Ihr Gegner könnte ebenso Q-10 wie A-10 auf der Hand haben. In beiden Fällen wird er auf den Flop bieten, wenn Sie vor dem Flop nur mitgehen, er würde aber vermutlich aussteigen, wenn Sie erhöhen. Ihr aggressiver Spielstil kann Ihnen hier also helfen, einige Chips hinzuzugewinnen.

Wie lange können Sie Ihre Spieltaktik des erneuten Erhöhens durchziehen? Das hängt vor allem davon ab, wie und auf welcher Position Ihr Gegner spielt. Es ist empfehlenswert, diese Taktik nur gegen einen loosen Spieler auf oder neben der Button-Position anzuwenden, es sein denn, Sie haben eine Monsterhand. Allerdings können Sie selbst mit Karten wie A-8 unterschiedlicher Farbe, K-Q oder kleinen Paaren diese Taktik verfolgen.

Ein letzter Grund für das Erhöhen in beschriebener Situation ist die Einschüchterung. Es kann Ihnen nur von Nutzen sein, wenn Spieler auf späten Positionen zweimal überlegen, bevor Sie die Blinds überbieten. Manchmal ist es auch hilfreich, ein oder zweimal in einer Session recht früh zu erhöhen und so den Ton für das weitere Spiel vorzugeben. Wenn Sie damit erfolgreich sind, werden Ihre Gegner zukünftig nur mit erstklassigen Händen Ihre Blinds überbieten, da klar ist, dass Sie keine Herausforderung scheuen. Psychologische Aspekte spielen beim Poker eine wichtige Rolle und einige wohlplatzierte Erhöhungen auf der Big Blind-Position könne sich als effektive Spielweise gegenüber dem Gegner zu Ihrer Rechten erweisen.

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