| Mitgehen/Call 2 |
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Wenn ein Spieler vor Ihnen bereits geboten hat, ist es okay mit einer mittelstarken Hand oder einem guten Zug mitzugehen.
Auch wenn der Ratschlag „entweder erhöhen, oder aussteigen“ im Hold’em-Poker in der Regel empfehlenswert ist, gibt es dennoch Situationen, in denen Mitgehen die richtige Entscheidung sein kann. Ein guter Zug Es ist oftmals das Beste, nur dann mitzugehen, wenn der Flop gute Zugchancen bietet, um eine gute Hand zu bilden. Ein typisches Beispiel hierfür ist es, wenn Sie eine Hand wie etwa 9-7 gleicher Farbe haben und der Flop 3-6-10 ist, wovon zwei Karten farblich zu Ihren passen. Sie haben in dieser Situation 12 Outs, von denen neun Ihnen zu einem Flush und drei zu einer Straße verhelfen. Ihre Chancen mit der River-Karte Ihre Hand zu vervollständigen stehen also etwa 50 zu 50. Jetzt also Hals über Kopf bieten? Nein, besser nicht. Einer der Hauptgründe, der dagegen spricht ist, dass Sie andere Spieler aus dem Spiel vergraulen könnten, wenn Sie jetzt erhöhen. Mit einer derartigen Hand ist es erstrebenswert, so viele Gegner wie möglich zu haben, da ja einer vielleicht eine Hand hat, die nur ein wenig schlechter ist als Ihre. Dieser Spieler könnte Ihnen viele Jetons einbringen. Einen Spieler, der bessere Karten hat, als Sie selbst, werden Sie ohnehin nicht ausschalten können, es ist also erstrebenswert, möglichst viele Gegner im Spiel zu behalten, da so der Preis, den Sie aus dem Pot gewinnen können, stetig steigt. Zudem sollten Sie bedenken, dass der ursprüngliche Bieter immer noch eine Gefahr darstellt. Natürlich ist es wahrscheinlich, dass Sie ihn mit dem nächsten Zug überbieten, doch mit der besten Hand werden Sie es vermutlich trotzdem nicht aufnehmen können. Sie sollten es also noch nicht riskieren, der besten Hand alleine gegenüber zu stehen, es ist besser, sich rechtzeitig aus dem Spiel zurückzuziehen. Mittelstarke Hand Mit einer mittelstarken Hand zu spielen erweist sich als noch trickreicher. Mit einer Hand wie beispielsweise einem mittleren Paar, oder einer Karte, mit der Sie ein Top-Pair bilden können, ist es oft nicht leicht zu entscheiden, ob Sie die beste Hand haben, wenn der Spieler zu Ihrer Rechten bietet. Obwohl Sie durch Erhöhen vielleicht Ihre Hand schützen könnten, ist es nicht immer sinnvoll, dafür allzu viele Jetons zu opfern. Im Idealfall sammeln Sie mehr Informationen, bevor Sie irgendwelche schwerwiegende Entscheidungen fällen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie mitgehen, oder erhöhen sollen, hilft die folgende Grundregel weiter: Wenn es für Ihren Gegner schwierig ist, Sie mit dem nächsten Zug zu übertreffen, gehen Sie mit, wenn Ihre Hand verletzlich ist, seien Sie bereit zu erhöhen (oder gegebenenfalls auszusteigen). Die folgenden Beispiele machen dies deutlich: Unsere Hand: A♣ 9♦ Board: A♥ 9♠ 4♦ In Beispiel 1 wird es für einen Gegner schwer sein, Sie mit dem nächsten Zug zu übertreffen, es ist also relativ ungefährlich, nur mit dem Gebot auf dem Flop mitzugehen. Wenn Ihr Ass die beste Hand ist, ist es wahrscheinlich, dass Sie sich mit diesen Gemeinschaftskarten vorne halten können, egal ob zwei, drei oder vier Spieler im Pot sind. Unsere Hand: 7♥ 7♠ Board: J♦ 4♣ 3♠ In Beispiel 2 allerdings befinden Sie sich in einer heiklen Lage, wenn der Spieler zu Ihrer Rechten bietet, Sie als nächstes an der Reihe sind und noch mehrere Spieler nach Ihnen zum Zug kommen. Wenn Sie mitgehen, machen Sie es den Spielern nach Ihnen leicht, mit Karten wie A-K oder K-Q im Spiel zu bleiben. Wenn Sie mitgehen, gehen diese Gegner vermutlich auch mit, wenn Sie aber erhöhen, ist es wahrscheinlich, dass Ihre Gegner aussteigen. Weitere Tipps zum Thema Call |








