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Flop enthält Paar PDF Drucken E-mail
Richtlinien wie man gegen einen einzelnen Gegner spielt, wenn der Flop ein Paar enthält

Sobald unter den Gemeinschaftskarten ein Paar ist sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass der Flop Ihrem Gegner weiterhilft. Der Grund dafür ist sehr einfach: Mit zwei Karten des gleichen Ranges auf dem Tisch wird Ihrem Gegner eine Möglichkeit zur Paarbildung genommen. Da dieser Flop in der Regel also weniger hilfreich ist, ist dies eine gute Gelegenheit für Sie, aggressiv zu spielen und so den Pot zu kontrollieren.

Sie spielen zuerst

Wenn Sie als erstes an der Reihe sind, sollten Sie bieten, falls Sie irgendein Paar haben (egal ob auf der Hand oder mit Hilfe der Gemeinschaftskarten). Gleiches gilt mit wenn Sie ein „Big Ace“, also ein Ass zusammen mit einer anderen hohen Karte haben, beispielsweise A-Q. In der Regel sind derartige Karten für den Moment die beste Hand, Sie sind allerdings sehr angreifbar, also geben Sie Ihrem Gegner keine Möglichkeit aufzuholen! Es ist wichtig, dass Sie keine Angst davor haben, dass das Paar auf dem Tisch Ihrem Gegner weiterhelfen könnte. Auch wenn Sie sich immer mal wieder Drillingen gegenübergestellt sehen werden (vor allem wenn das Paar aus hohen Karte, wie etwa A-A besteht, da die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Gegner mit derartigen Karten spielt höher ist), sollte übertriebene Vorsicht nicht dazu verleiten, dass Sie lediglich abwarten.

Ganz im Gegenteil: Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Gegner mit einer schwachen Hand im Pot ist – sprich irgendetwas anderes außer einem Paar oder einem Big Ace auf der Hand hat -, ist es richtig, auf den Flop zu bieten, wenn der ein Paar enthält, egal welche Karten Sie selbst haben. Der Grund dafür ist, dass die Wahrscheinlichkeit gering ist, dass der Flop Ihrem Gegner geholfen hat. Dieser wird nun vermutlich aussteigen, weil er befürchtet, Sie könnten einen Drilling haben.

Ihr Gegner spielt zuerst

Wenn Ihr Gegner zuerst an der Reihe ist und bietet, dann gehen Sie mit, falls Sie ein Paar oder ein Big Ace haben. Es ist sehr nahe liegend, dass Ihr Gegner mit seinem Gebot versucht, sich den Pot unter den Nagel zu reißen, obwohl Sie mit Ihrer Hand ohne weitere Verbesserung gewinnen könnten. Falls Sie Karten wie
8-8 auf der Hand haben, die Gemeinschaftskarten K-K-4 sind, Sie aussteigen und Ihr Gegner bietet, dann spielen Sie eindeutig zu schwach. Die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr 8er Paar hier die beste Hand ist, ist ziemlich groß. Sie werden damit zwar nicht jedes Mal gewinnen, aber wenn Sie in dieser Situation ständig aussteigen, lassen Sie sich jede Menge Gewinne durch die Lappen gehen.

Wenn Sie mit den Gemeinschaftskarten ein Overpair bilden können und Ihr Gegner bietet, sollten Sie in aller Regel „for value“ erhöhen, d.h. Sie erhöhen mit dem Ziel, dass Ihr Gegner noch mehr Geld in den Pot zahlt, weil Sie selbst ja höchstwahrscheinlich die beste Hand haben. Ihre Hand ist zwar kein Lock         (= Blatt, mit dem ein Spieler garantiert einen Teil des Pots gewinnen wird), aber es ist eine wirklich gute Hand.
Drilling

Was aber tun Sie in einem der seltenen Fälle, wo Sie so viel Glück haben, mit dem Flop Drillinge bilden zu können? Zuallererst einmal ist es wichtig, dass Sie nicht gleich vor Freude ausflippen. Wenn Sie vor lauter Aufregung Ihr Getränk umschütten, nachdem Sie den Flop gesehen haben, ermutigen Sie Ihre Gegner nicht unbedingt dazu, gegen Sie zu spielen.

Normalerweise ist es ratsam, mit Drillingen aggressiv zu spielen, sobald der Flop aufgedeckt ist. Die meisten Spieler erwarten, dass jemand der mit dem Flop solch eine gute Hand bilden kann die Sache relativ langsam angehen lässt, Ihr Gebot könnte Ihnen also als ein Zeichen von Schwäche ausgelegt werden und so Ihre eigentliche Stärke verschleiern. Sie können so einen unverdienten Vorteil erlangen, vor allem wenn Sie gegen einen sehr aggressiven Gegner spielen. Wenn sie schnell spielen (also aggressiv und nicht langsam), können Sie aggressive Züge Ihres Gegners abwehren und gegen ihn verwenden.

Andererseits kann es sinnvoll sein, mit Drillingen erst einmal abzuwarten, wenn Ihre Gegenspieler sehr tight spielen, damit Sie ihnen noch möglichst viele Gebote entlocken können. Tighte Spieler werden kaum auf den Flop bieten, Sie können also abwarten und hoffen, dass der Turn ihnen entweder zu einem Paar verhilft oder sie zum Bluffen verleitet. Es ist allerdings gefährlich, Free Cards (= ein Spieler erhält eine Karte, ohne einen Einsatz geleistet zu haben) zu gewähren, wenn der Turn die Situation Ihres Gegners beachtlich verbessern kann. Bei wenigen Draws ist es also am besten abzuwarten. Mit einer Hand wie A-8 weiterzugeben, wenn der Flop ein 8-8-2 Rainbow  ist, ist also eine ziemlich sichere Vorgehensweise. Es ist hingegen nicht allzu sinnvoll mit A-8 auf der Hand weiterzugeben, wenn der Flop 8-8-9 mit einem Flush Draw (=Ein Spieler hat bereits 4 Karten der gleichen Farbe und hofft, darauf eine fünfte Karte zu kriegen, um seinen Flush zu vervollständigen) ist, da zu viele Hände im Spiel sind, die sich mit dem Turn verbessern und Sie so schlagen können.

 

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