Menu Content/Inhalt
Heads Up Turn PDF Drucken E-mail
In einem Pot mit nur zwei Spielern zu entscheiden, wie man reagiert, wenn ein Spieler mit etwas Schlechterem als Top Pair mitgeht, gehört zu den schwersten Entscheidungen, die Sie auf dem Turn treffen müssen.

Auch wenn dieses Thema in den anderen Tipps schon gestreift wurde, ist es so wichtig und so verbreitet, dass ihm hier ein eigenes Kapitel gewidmet wird. Hier sind drei Überlegungen, die Ihnen bei Ihrer Entscheidung helfen sollen:

Wie spielt Ihr Gegner?
Gegen einen sehr aggressiven Spieler können Sie auch mit einer recht schwachen Hand spielen, denn diese Art von Spieler blufft regelmäßig, es ist also meist ein Fehler mit irgendeinem Paar auszusteigen. Er wird Ihnen so seine beste Hand zeigen müssen. Gegen einen Spieler der normalerweise sehr tight oder passiv spielt, ist es allerdings naheliegend anzunehmen, dass Sie besiegt sind, steigen Sie also besser aus. Selbst mit einem Top Pair ist Aussteigen in dieser Situation vielleicht nicht verkehrt, wenn Ihr Gegenüber wirklich extrem tight spielt.

Tägliche Freerolls

Welche Gemeinschaftskarten liegen auf dem Tisch?

Mit Gemeinschaftskarten wie 2-2-7-Q ist es sehr unwahrscheinlich, dass Ihr Gegner mit nur einem Paar auf dem Flop und auf dem Turn bietet. Es bestehen keine Chancen, sich durch Ziehen zu verbessern und durch Ihr Mitgehen auf dem Flop haben Sie Ihren Gegner alarmiert, er muss also davon ausgehen, dass Sie etwas Brauchbares auf der Hand haben. Wenn die Gemeinschaftskarten aber 4-5-9-10 sind (und zwei dieser Karten gleicher Farbe sind), kann eine Hand wie A-9 in dieser Situation durchaus von Vorteil sein. Ihr Gegner hat möglicherweise 10 oder 9 haben, mit einem noch schlechteren Kicker, oder er blufft eventuell mit einem Straight oder einem Flush Draw. Sie sollten also bereit sein, gegen Ihren Mitspieler auch mit einem Second Pair mitzugehen, wenn mehrere Zugmöglichkeiten auf dem Board logisch dafür sprechen.

Wie groß ist der Pot?

Begehen Sie nicht den Fehler, zu früh auszusteigen, wenn der Pot groß ist. Wenn Sie fälschlicherweise mitgehen, kostet Sie das ein oder zwei Gebote. Wenn Sie aber fälschlicherweise aussteigen, kostet Sie das all die Gebote im Pot – es ist also ratsam das Risiko einzugehen, sich beim Mitgehen einmal zu irren. Dies gesagt, kann es natürlich auch sein, dass der Pot deswegen so gewachsen ist, weil Ihr Gegner mit einer guten Hand sehr offensiv spielt – Sie müssen also mit einer zweitklassigen Hand nicht zwingendermaßen mitgehen, nur weil der Pot recht groß ist.

Situationen falsch einschätzen

Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn Sie manchmal Fehler bei der Einschätzung solcher Situationen machen. Es ist viel Erfahrung nötig, um immer die richtigen Entscheidungen zu treffen, und selbst den besten Hold’em-Spielern unterlaufen gelegentlich Fehler. Wenn Sie stets daran denken, dass Sie Ihren Gegner, die Gemeinschaftskarten und den Pot im Auge behalten, sind die Voraussetzungen gut, dass Sie die richtige Entscheidung treffen. Wenn Sie trotzdem einmal hin und her gerissen sind und nicht wissen, ob Sie Mitgehen oder Aussteigen sollen, denken Sie stets daran mit schlechten Karten mitzugehen ist ein kleiner Fehler, mit guten Karten auszusteigen ein großer.

Tägliche Freerolls

 

Spielen Sie Poker auf Deutsch bei Pokerstars!

 Casino mit Verantwortung Casino Partnerprogramm Sicherheit und Verbraucherschutz