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River 1 - Allgemein PDF Drucken E-mail
Es werden keine Karten mehr aufgedeckt, entscheidend ist also nur, ob Sie die beste Hand haben.

Wenn der Geber die River-Karte aufdeckt, ist Ihre Hand komplett. Zu diesem Zeitpunkt haben Sie möglicherweise eine starke Hand (wie etwa ein Full House oder einen Flush), eine recht gute Hand (wie etwa ein Top Pair, ein Overpair mit den Gemeinschaftskarten) oder eine schwache Hand (wie etwa ein fehlgeschlagener Straight Draw). Wenn Sie das Gefühl haben, Sie haben eine Gewinnerhand, sollten Sie auf jeden Fall bieten, wenn Sie an der Reihe sind. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Hand wirklich die beste ist, können Sie entweder abwarten und auf etwas Glück im Showdown hoffen, oder Sie warten ab und gehen dann mit dem Gebot eines anderen Spielers mit.

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In Spielen mit niedrigem Limit führen Bluffs nur selten zum Erfolg
Wenn Ihre Hand schwach ist und auch durch Ziehen nicht verbessert werden konnte, können Sie schnell einmal in die Versuchung kommen zu bluffen. Hier aber ein Wort der Vorsicht: In Spielen mit niedrigem Limit sind Bluffs nur selten erfolgreich. Mit mehreren Geboten im Pot kostet es Sie nur ein Gebot, einen Bluff zu versuchen, der Preis ist für Sie also gut. (Der Pot bietet Ihnen möglicherweise Odds wie 10 zu 1, d.h. Ihr Bluff muss also nur in einem Bruchteil aller Fälle erfolgreich sein, um sich dennoch zu rentieren.) Trotzdem sollten Sie in loosen Spielen mit niedrigem Limit selbst bei Odds wie 10 zu 1 oder noch besser vorsichtig sein, weil bei nahezu jedem Ihrer Bluffs ein anderer Spieler mitgehen wird.

Eine gute Ausgangssituation für einen Bluff
Es gibt eine Situation, in der ein Bluff erfolgversprechender ist, und Ihnen somit zu besseren Gewinnchancen verhilft: Dies ist dann der Fall, wenn Sie gegen nur einen oder zwei Gegner spielen und auf dem River eine Scare Card (Deutsch: „Furchtkarte“ - Eine Karte, die aufgedeckt wird und einem Angst macht, weil sie das Blatt eines anderen Spielers verbessern könnte.) aufgedeckt wird. Nehmen wir beispielsweise an, Sie sind die ganze Zeit mit einem Flush Draw mitgegangen. Die Gemeinschaftskarten sind 5-6-J-7-8. Jede 4 oder 9 würde jetzt zum Straight verhelfen, Ihr Bluff hat also gute Chancen auf Erfolg. Es wird nicht jedes Mal funktionieren, aber doch noch oft genug, um sich zu rentieren. Es muss noch nicht einmal in den meisten Fällen klappen: Wenn im Pot beispielsweise fünf große Gebote sind, und Ihr Bluff in mehr als einem Sechstel aller Fälle funktioniert, rentiert er sich schon. Wenn diese Situation sich sechsmal ergibt und Sie fünfmal ein Gebot verlieren, so haben Sie insgesamt sechs Gebote verloren. Gewinnen Sie nun einmal, weil Ihre Gegner aussteigen, bekommen Sie so Ihre fünf Gebote zurück, insgesamt gerechnet haben Sie also weder einen Gewinn, noch einen Verlust zu verzeichnen. Sobald Sie jetzt noch einmal Erfolg mit Ihrem Bluff haben, gewinnen Sie hinzu. Sie sollten diesen Bluff nur dann nicht wagen, wenn Sie einem Gegner gegenübersitzen, der ständig mitgeht – egal mit welchen Karten.
Ein weiteres gutes Beispiel für eine Scare Card ist ein Ass auf dem River. Wenn Ihr Gegner ein Pocket Pair hält, wird er von dieser Karte nicht begeistert sein und vermutlich aussteigen. Wenn er zufällig ein Ass auf der Hand hat, wird er natürlich mit Ihrem Gebot mitgehen – aber deshalb nennt man Poker ja schließlich auch ein "Glücksspiel".

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